Oktober 2025
Warum handgesiedete Seifen so wertvoll sind

In einer Welt voller industriell gefertigter Pflegeprodukte entdecken immer mehr Menschen die alte Kunst des Seifensiedens neu – und das hat gute Gründe. Selbstgesiedete Seifen sind nicht nur ein Stück traditionelles Handwerk, sondern auch ein hochwertiges Pflegeprodukt, das sich deutlich von herkömmlicher Massenware unterscheidet.
Was macht selbstgesiedete Seifen so besonders?
Der größte Unterschied liegt in den Inhaltsstoffen: Industriell hergestellte Seifen und Duschgele enthalten häufig synthetische Zusätze wie künstliche Duft- und Farbstoffe, Konservierungsmittel oder Tenside auf Erdölbasis. Diese können die Haut austrocknen, reizen oder ihr Gleichgewicht stören.
Handgesiedete Naturseifen dagegen bestehen aus pflanzlichen Ölen und Fetten, die sorgfältig ausgewählt und schonend verarbeitet werden. Ein wertvoller Bestandteil bleibt dabei erhalten: Glycerin. Dieses entsteht bei der Verseifung ganz natürlich, wird in der industriellen Produktion aber oft herausgefiltert, weil es sich teuer weiterverkaufen lässt. Dabei ist gerade Glycerin ein echter Schatz für die Haut – es wirkt feuchtigkeitsspendend, rückfettend und schützt den natürlichen Säureschutzmantel.
Natürlich, individuell und nachhaltig
Wer seine Seifen selbst sieden oder handgesiedete Produkte kaufen möchte, entscheidet bewusst:
- Keine Tierversuche, kein Palmöl (wenn gewünscht): Man kann genau bestimmen, welche Rohstoffe verwendet werden.
- Individuelle Rezepturen: Jedes Öl bringt eigene Pflegeeigenschaften mit – Olivenöl macht die Seife mild und cremig, Kokosöl sorgt für Schaum, Kakaobutter nährt die Haut. Auch ätherische Öle, Kräuter oder Peelingzusätze können nach Belieben ergänzt werden.
- Nachhaltigkeit: Selbstgesiedete Seifen sparen Verpackungsmüll – kein Shampoo, Duschgel oder Waschmittel mehr in Plastikflaschen. Außerdem können regionale und biologische Zutaten verwendet werden.
Hautpflege mit Mehrwert
Eine gut gereifte, überfettete Naturseife reinigt sanft, ohne auszutrocknen. Sie eignet sich nicht nur zum Händewaschen, sondern für den ganzen Körper, manche sogar für die Haarwäsche oder Rasur. Dank der individuellen Überfettung bleibt immer ein kleiner Anteil unverseifter Öle in der Seife zurück – das ist pure Pflege für die Haut.
Ein Stück Tradition neu entdeckt
Früher war es selbstverständlich, Seifen selbst herzustellen – im Haushalt genauso wie für die Körperpflege. Heute feiern diese handgemachten Seifen ein Comeback. Sie verbinden altes Wissen mit modernen Ansprüchen an Nachhaltigkeit, Gesundheit und Kreativität.
Fazit:
Selbstgesiedete Seifen sind mehr als nur ein Hygieneprodukt – sie sind ein Stück Handwerk, Natur und Achtsamkeit. Wer einmal die Erfahrung gemacht hat, eine handgesiedete Seife zu verwenden, merkt schnell: Hier stecken nicht nur hochwertige, pflegende Rohstoffe drin, sondern auch Herzblut, Kreativität und ein bewusster Umgang mit unserer Umwelt.
PS: Du willst selbst ausprobieren, wie aus Öl, Lauge und Kreativität eine Seife entsteht? Dann sei gerne bei meinem nächsten Workshop dabei!

September 2025
"Back to School"
Der Sommer sagt langsam „Tschüss“ und der goldene Herbst steht schon in den Startlöchern. Mit ihm beginnt auch die Schulzeit – und leider oft auch die „Läuse-Saison“. Keine Sorge: Kopfläuse haben absolut nichts mit mangelnder Hygiene zu tun und sind kein Grund, sich zu schämen. Trotzdem sorgt allein der Gedanke bei vielen Eltern schon für nerviges Kopfjucken.
Damit es gar nicht erst so weit kommt, habe ich etwas für euch: den Läuseschreck-Spray!
Einfach täglich auf Mützen, Schals oder Jackenkrägen sprühen – besonders jetzt zum Schulstart oder wenn im Kindergarten/Schule Läusealarm herrscht. Der Duft gefällt den kleinen Krabblern nämlich gar nicht.
Trotzdem gilt: Abends kurz checken! Vor allem hinter den Ohren, im Nacken und an den Schläfen fühlen sich Läuse & Nissen besonders wohl. Auch Kids mit kurzen Haaren sind nicht automatisch sicher. Kopfläuse fliegen und springen zwar nicht, aber sie klettern wie die Weltmeister – und das am liebsten von Kopf zu Kopf.
Und falls sich trotz aller Vorsicht doch ein Laus eingeschlichen hat, bitte sofort Schule oder Kindergarten informieren. Nur so können wir gemeinsam verhindern, dass sich die Plagegeister weiterverbreiten.


"Läuseschreck Spray"
Du benötigst:
1 Sprühflasche 50ml
10ml Wodka
3 Tropfen Rosengeranie
2 Tropfen Atlas Zeder
1 Tropfen Cistrose
2 Tropfen Teebaum
4 Tropfen Zitrone
3 Tropfen Lavendel fein
Wodka mit den ätherischen Ölen vermengen und auf 50ml mit Wasser auffüllen.
Mindestens einmal täglich die Bekleidung deines Kindes damit einsprühen.
August 2025
Johanniskraut - Sonnenkraft für Körper & Seele


Wenn die Sonne am höchsten steht und die Tage am längsten sind, blüht eine Pflanze mit besonderer Kraft: Johanniskraut (Hypericum perforatum).
Mit ihren leuchtend gelben Blüten ist sie nicht nur eine Augenweide am Wegesrand, sondern seit Jahrhunderten eine der bedeutendsten Heilpflanzen in der Naturheilkunde und Aromatherapie.
Johanniskraut wird besonders für seine stimmungsaufhellende, schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkung geschätzt – eine echte Pflanze der Sonne, die Körper und Seele gleichermaßen unterstützt.
Wirkung & Einsatzgebiete
Johanniskraut entfaltet seine Wirkung sowohl innerlich als auch äußerlich. Es kann:
-depressive Verstimmungen sanft aufhellen
-bei Nervenschmerzen und Verspannungen lindernd wirken
-Entzündungen beruhigen
-die Hautregeneration fördern (z. B. bei leichten Verbrennungen)
Kein Wunder also, dass Johanniskraut in vielen natürlichen Heilmitteln zu
finden ist – ob als Tee, Tinktur, Kapsel oder Öl.
Wichtige Hinweise zur Anwendung
So kraftvoll Johanniskraut auch ist – bei der Anwendung gibt es einige Dinge zu beachten:
Lichtempfindlichkeit (Phototoxizität)
Egal ob bei innerlicher oder äußerlicher Anwendung kann Johanniskraut die Haut empfindlicher gegenüber UV-Strahlung machen. Vermeide deshalb direkte Sonneneinstrahlung, wenn du das Öl oder andere Johanniskrautprodukte verwendest.
Wechselwirkungen mit Medikamenten
Bei innerlicher Einnahme (z. B. in Form von Tee, Kapseln oder Tinktur) kann Johanniskraut mit einer Vielzahl von Medikamenten Wechselwirkungen hervorrufen – darunter:
-hormonelle Präparate (z. B. die Antibabypille)
-Antidepressiva
-Blutverdünner
-Immunsuppressiva
-und viele weitere
Daher gilt: Sprich vor der Einnahme immer mit deinem Arzt/Ärztin oder Apotheker/in, wenn du regelmäßig Medikamente nimmst.
Johanniskrautöl – Rotöl ganz einfach selbst herstellen
Eines der beliebtesten Produkte aus Johanniskraut ist das sogenannte Rotöl – ein tiefrotes, hautpflegendes Öl, das äußerlich bei Muskelverspannungen, Nervenschmerzen oder leichten Verbrennungen eingesetzt wird. Da hochwertiges Johanniskrautöl im Handel oft recht kostspielig ist, lohnt es sich, es selbst herzustellen – mit wenigen Zutaten und etwas Geduld.
Und so geht’s:
-Sammle frische Johanniskrautblüten – am besten zur Mittagszeit.
-Fülle ein Schraubglas zur Hälfte mit den Blüten.
-Gieße Olivenöl darüber, bis alle Blüten vollständig bedeckt sind.
Wichtig: Verschließe das Glas in den ersten Tagen nicht luftdicht – durch die Restfeuchte kann sonst Schimmel entstehen. Bedecke es stattdessen mit einem sauberen Baumwolltuch. Stelle das Glas an einen warmen, sonnigen Ort – z. B. auf die Fensterbank. Schüttle das Glas einmal täglich. Nach 4–6 Wochen hat sich das Öl tiefrot verfärbt – ein Zeichen dafür, dass der Wirkstoff Hypericin in das Öl übergegangen ist. Filtere das Öl durch ein feines Sieb oder Tuch und fülle es in dunkle Glasflaschen ab. Das Rotöl ist mehrere Monate haltbar.
Tipp zur Verfeinerung
Du kannst das Öl pur verwenden oder mit passenden ätherischen Ölen kombinieren, um die Wirkung bei Schmerzen, Verspannungen oder Hautproblemen gezielt zu verstärken.
PS: Wenn du spürst, dass dein Körper nach wohltuender Unterstützung ruft – etwa bei Muskelverspannungen oder stressbedingten Beschwerden – ist ein selbstgemachtes Johanniskrautöl oft genau das Richtige.
Oder du gönnst dir eine professionelle Aromaanwendung in meiner Praxis – ich freue mich, dich persönlich kennenzulernen und dich mit individuell abgestimmten Ölen zu begleiten.
Viel Freude beim Herstellen und Ausprobieren! ;-)

Mai, Juni, Juli 2025
Die Sommersonnenwende, die Liebe und ein Versprechen
fürs Leben

Vielleicht habt ihr es in den letzten Wochen schon bemerkt: Hier war es etwas ruhiger. Und das hatte einen ganz besonderen, wunderschönen Grund, den ich heute von Herzen gern mit euch teilen möchte. Raphael und ich haben geheiratet!
Es war einer dieser Tage, die man nie mehr vergisst. Voller Liebe, Freude, Leichtigkeit und so vielen berührenden Momenten, die wir für immer in unseren Herzen tragen werden. Wir hatten das schönste Sommerwetter, eine traumhafte Location mitten in der Natur und waren umgeben von all den Menschen, die unser Leben bereichern.
Wie ihr euch sicher vorstellen könnt, waren die Wochen vor der Hochzeit gut gefüllt mit Vorbereitungen, Planung, Träumen – und einfach damit, all das zu genießen. Deshalb hat meine zweite große Liebe eine kurze Pause eingelegt.
Aber ich möchte euch ein wenig mitnehmen in diesen besonderen Tag, der für uns so viel mehr war als nur eine Feier. Als Kräuter- und Naturliebhaber war uns von Anfang an klar: Dieser Tag sollte nicht nur unsere Liebe feiern, sondern auch unsere tiefe Verbundenheit zur Natur widerspiegeln. Deshalb haben wir uns für ein Datum entschieden, das diese Verbindung perfekt zum Ausdruck bringt:
den 21. Juni – die Sommersonnenwende.
Für uns ist die Sommersonnenwende mehr als nur ein Datum. Sie steht für den Höhepunkt des Lichts, für das Leben, für das, was wachsen, blühen und gedeihen darf. Es ist der längste Tag, die kürzeste Nacht – ein Fest der Dankbarkeit, der Liebe und der Hoffnung. Genau das wollten wir in unser gemeinsames Leben mitnehmen.
Unser Motto: Kräuterhochzeit – wie könnte es bei uns auch nur anders sein. 😉
Überall begleiteten uns Wild- und Heilkräuter: in der Dekoration, im Blumenschmuck, im Brautstrauß, in den kleinen Geschenken für unsere Gäste und sogar in der Traurede. All das sollte sichtbar machen, was uns im Herzen bewegt: die Liebe zur Natur, zu den kleinen Dingen, zum Echten, zum Einfachen.
Für uns war es ein Tag, der sich vollkommen und richtig angefühlt hat. Rückblickend würden wir nichts ändern. Wir sind einfach nur dankbar – für diesen wundervollen Neubeginn, für das, was hinter uns liegt, und für all das, was nun vor uns steht.
Für immer ab jetzt. Ein Leben lang. ♥

April 2025
Bärlauch 1 x 1

Bärlauch gehört zu den ersten Frühlingskräutern und ist eine Wohltat für unseren Körper nach dem langen Winter. Diese aromatische Pflanze, die nach Knoblauch duftet, bietet nicht nur einen großartigen Geschmack, sondern auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Seine Wirkung ähnelt der von Knoblauch und wirkt sich positiv auf unsere Blutgefäße und somit auf unser Herz-Kreislaufsystem aus. Sein hoher Gehalt an Vitamin C, Mineralien und Spurenelementen macht ihn ideal für Frühjahrskuren. Darüber hinaus wirkt er antibakteriell, entzündungshemmend und stärkt unser Immunsystem.
Um euch bei der Bestimmung mehr Sicherheit zu geben, habe ich die wichtigsten Erkennungsmerkmale für euch zusammengefasst:
- Der Bärlauch ist eine Zwiebelpflanze, bei der die Blätter einzeln aus dem Boden wachsen. Meist sprießen zwei Blätter aus einer Zwiebel, jedoch mit einem klar erkennbaren Stiel. Es bildet sich KEINE Rosette!
- Die Blätter des Bärlauchs sind sehr zart und weich, während die giftigen Doppelgänger eher fest und robust sind. Bei ganz jungen Trieben können die Seiten noch etwas eingerollt sein.
- Wenn ihr das Blatt genauer betrachtet, bemerkt ihr, dass die Vorderseite glänzt, während die Rückseite matt ist.
- Auf der Rückseite könnt ihr einen stark ausgeprägten Mittelnerv erkennen. Versucht doch mal, das Blatt zu knicken. Dann könnt ihr ein deutliches „Knacken“ hören.
- Ende April/ Anfang Mai beginnt die Blütezeit. Der Bärlauch bildet eine unverkennbare sternförmige Scheindolde, während das Maiglöckchen Glöckchen bildet.
Beim Pflücken verlassen sich viele auf den Knoblauchgeruch, aber Vorsicht ist geboten. Schon nach ein paar Blättern riechen die Finger stark nach Knoblauch, daher ist dies kein zuverlässiges Erkennungsmerkmal. Beim Sammeln gilt die goldene Regel: Sammelt nur, was ihr zweifelsfrei bestimmen könnt. Schaut euch jedes Blatt sorgfältig an, auch wenn es ein wenig mühsam ist, bevor ihr es in den Korb legt. Auf diese Weise könnt ihr sicherstellen, dass kein giftiger Doppelgänger versehentlich auf dem Teller landet.
Tipp:
Bärlauch sollte am besten frisch verzehrt werden, da er sein Aroma beim Trocknen verliert. Im Kühlschrank hält er sich auch ein paar Tage. Wickelt ihn dazu einfach in ein feuchtes Baumwolltuch ein.
Um länger etwas von Bärlauch zu haben, könnt ihr ein wunderbares Pesto daraus zaubern, das sehr vielseitig verwendbar ist. Auch das klassische Bärlauchsalz sollte in keiner Küche fehlen.
Viel Freude beim Sammeln und Bestimmen. Lasst euch von der Kraft des Bärlauchs inspirieren und zaubert schmackhafte Speisen.


März 2025
Frühling genießen trotz Allergie -Die besten Tipps für dich!
Die Sonne scheint, die Natur erwacht – doch für viele Allergiker beginnt jetzt die herausforderndste Zeit des Jahres. Juckende Augen, Niesanfälle und eine verstopfte oder laufende Nase können den Frühlingszauber schnell trüben. Doch das muss nicht sein!
Die Natur hält wertvolle Helfer für uns bereit, die das Immunsystem stärken und Allergiesymptome lindern können. Neben bewährten Pflanzenwirkstoffen spielt auch die Aromatherapie eine wichtige Rolle, um das Wohlbefinden in der Allergiezeit zu verbessern.
Was passiert bei einer allergischen Reaktion?
Eine Allergie ist eine übermäßige Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen, die als Allergene bezeichnet werden. Dazu gehören unter anderem Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder bestimmte Nahrungsmittel. Das Immunsystem erkennt diese fälschlicherweise als Bedrohung und löst eine Reaktion aus, die sich in Symptomen wie Niesen, Hautausschlägen, Juckreiz, Atembeschwerden oder sogar schweren allergischen Reaktionen äußern kann.
Viele Menschen möchten nicht sofort zu Antiallergika oder Kortison greifen. Zum Glück gibt es pflanzliche Alternativen, die das Immunsystem regulieren und Beschwerden lindern können.
✅ Tragantwurzel – Stärkt das Immunsystem und kann allergische Reaktionen abmildern.
✅ Schwarzkümmelöl – Hat entzündungshemmende Eigenschaften und kann helfen, die Atemwege freizuhalten.
✅Johannisbeerspray (Gemmotherapie) – Die Knospen der Schwarzen Johannisbeere gelten als natürliches Kortison, das entzündungshemmend wirkt – ohne die bekannten Nebenwirkungen synthetischer Präparate.
✅ Ätherische Öle – Unterstützen die Atemwege, beruhigen das Immunsystem und können allergische Symptome lindern.
Aromatherapie – eine natürliche Hilfe bei Allergien
Eine gezielte Aromabehandlung kann Allergikern spürbare Erleichterung bringen. Bestimmte ätherische Öle haben eine beruhigende Wirkung auf Haut und Schleimhäute, unterstützen das Immunsystem und wirken entzündungshemmend, abschwellend und regulierend.
Egal, ob als Raumduft, Inhalation oder sanfte Einreibung – ätherische Öle können helfen, allergische Beschwerden auf natürliche Weise zu lindern.
Möchtest du herausfinden, welche Öle dir am besten helfen?
Vereinbare einen Termin und erlebe, wie eine gezielte Aromabehandlung deine Symptome spürbar lindern kann! Lass dich individuell beraten und finde die beste natürliche Unterstützung für dich.
Zusätzliche Tipps bei Pollenallergie
✅ Luftreiniger & Pollenfilter nutzen – sowohl für die Wohnung als auch im Auto.
✅ Stoßlüften statt Fenster kippen, am besten früh morgens oder spät abends.
✅Getragene Kleidung und Schuhe nicht im Schlafzimmer aufbewahren, um Pollen zu vermeiden.
✅ Regelmäßig feucht wischen, um Staub und Allergene zu reduzieren.
✅ Brille oder Sonnenbrille tragen, um die Augen vor Pollen zu schützen.
✅ Haare vor dem Schlafen waschen, um Pollen vom Kopfkissen fernzuhalten.
✅ Nasendusche verwenden, um Pollen aus der Nase zu spülen.
✅Alkohol meiden, da er die Schleimhäute reizt, die Gefäße erweitert und dadurch allergische Symptome verstärken kann.
✅Ätherische Öle gezielt einsetzen, um die Atemwege zu unterstützen und Entzündungen zu lindern.
Möge diese Saison für euch leicht und unbeschwert sein!


Februar 2025
Fühlst du dich müde und schlapp?
Die Tage werden endlich wieder länger, und besonders sonnige Tage wie heute genieße ich in vollen Zügen. Sonnenstrahlen tanken tut einfach gut! Doch graue und trübe Tage können unserer Stimmung zusetzen und uns Energie rauben.
Um die Vorfreude auf den Frühling zu steigern, kannst du mit bestimmten Düften die Sonne in deine vier Wände holen. Hier verrate ich dir meine persönliche Lieblings-Frühlingsduftmischung:
2 Tropfen Atlas Zeder
2 Tropfen Weißtanne
3 Tropfen Grapefruit
1 Tropfen Rosmarin verbenon
1 Tropfen Orange
Die ätherischen Öle in einen Riechstift füllen und jederzeit griffbereit haben. Alternativ 2–3 Tropfen der Grundmischung in einen Diffuser geben und erfrischt sowie gestärkt in den Tag starten.
Natürlich kannst du die Mischung ganz nach deinen eigenen Vorlieben anpassen und deine ganz persönliche Duftkomposition kreieren!
Vitamin D: Dein Stimmungsbooster
Wusstest du, dass Vitamin D eine entscheidende Rolle für dein Wohlbefinden spielt? Ein niedriger Vitamin-D-Spiegel kann dazu führen, dass du dich müde und antriebslos fühlst. Auch wenn die Tage nun wieder heller werden, solltest du deinen Vitamin-D-Spiegel überprüfen lassen, um sicherzugehen, dass dein Körper ausreichend versorgt ist. Denn selbst im Sommer verhindert Sonnencreme die Vitamin-D-Bildung über die Haut.
Vitamin D ist nicht nur für die Stimmung wichtig, sondern hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile:
Warum Vitamin D so essenziell ist:
- Serotonin-Produktion: Fördert die Produktion des "Glückshormons" Serotonin, das für emotionale Stabilität sorgt.
- Motivation & Antrieb: Beeinflusst Dopamin und Noradrenalin, die für Energie und Stressbewältigung entscheidend sind.
- Entzündungshemmende Wirkung: Reduziert Entzündungen, die mit psychischen Erkrankungen in Verbindung stehen können.
- Regulierung des Schlaf-Wach-Rhythmus: Trägt zur Stabilisierung des zirkadianen Rhythmus bei und verbessert den Schlaf.
- Winterdepression (SAD): Besonders in den dunklen Monaten kann ein Mangel die Stimmung negativ beeinflussen.
Ein ausgeglichener Vitamin-D-Spiegel hilft also, deine Stimmung zu stabilisieren und dein allgemeines Wohlbefinden zu verbessern.
Vitamin-D-Messung & Beratung
Aktionswoche: 24.02.2025 - 28.02.2025
Lass deinen Vitamin-D-Spiegel direkt bei uns in der Apotheke z. Hl. Benedikt Kremsmünster KG messen und erhalte eine individuelle Beratung zur optimalen Dosierung.
Nutze diese Gelegenheit, um deinen Speicher wieder gezielt aufzufüllen!
Ich und das gesamte Team der Apotheke z. hl. Benedikt, freuen uns auf deinen Besuch! (Bitte um Terminvereinbarung - 07583/5250)


Jänner 2025
Ätherische Öle richtig verdünnen

Ätherische Öle sind wahre Multitalente und können in vielerlei Hinsicht unseren Alltag bereichern.
Die meisten Menschen nutzen ätherische Öle hauptsächlich zur Raumbeduftung, doch ihr Potenzial reicht weit darüber hinaus! Ob für die tägliche Hautpflege, als Schmerzöl, zur Herstellung eines wohltuenden Brustbalsams in der Erkältungszeit oder als Schlaf-Roll-On – es gibt unzählige Möglichkeiten, diese kraftvollen Essenzen sinnvoll einzusetzen.
Ein großer Vorteil: Du bestimmst selbst, was in deinem Produkt enthalten ist. Synthetische Zusätze, Paraffine oder schwer verständliche E-Nummern kannst du getrost weglassen und stattdessen eine individuell abgestimmte, natürliche Pflege genießen.
Da ätherische Öle hochkonzentrierte Pflanzenwirkstoffe sind, ist die richtige Verdünnung entscheidend. Sie sollten in der Regel immer verdünnt angewendet werden, mit wenigen Ausnahmen, wie z. B. Lavendel fein. Eine falsche Dosierung kann zu Hautreizungen führen, besonders bei empfindlicher Haut, etwa bei Kindern oder älteren Menschen.
Die Faustregel lautet: Weniger ist mehr!
Teste die Mischung zuerst auf einer kleinen Hautstelle (Ellenbeuge), bevor du sie großflächig aufträgst, und beobachte die Reaktion.
Grundlegende Verdünnungsempfehlungen:
- Für großflächige Anwendungen bei Erwachsenen (z. B. Körperöl) hat sich eine 1 %-Mischung bewährt: Das entspricht 20 Tropfen ätherisches Öl auf 100 ml Pflanzenöl.
- Für spezielle Anwendungen, wie Brustbalsam bei akutem Husten, kann die Konzentration auf 2 % bis maximal 3 % erhöht werden.
Die Dosierung sollte stets auf den Anwendungszweck und die Person abgestimmt werden. Zur Orientierung habe ich für euch eine Dosiertabelle erstellt. Natürlich gibt es noch unzählige weitere Faktoren, die beachtet werden sollten: Leidet man eventuell an Asthma oder Epilepsie? Ist man Allergiker? Besteht eine Schwangerschaft?
Besondere Vorsicht bei Babys!
Babys bis zu einem Alter von 6 Monaten sollten ätherische Öle nur sehr sehr sparsam oder gar nicht verwendet werden! Hydrolate sind hier die bessere Wahl.
Intensive ätherische Öle:
Es gibt besonders intensive ätherische Öle, wie z. B. Nelke oder Zimt. Hier ist eine besonders niedrige Dosierung erforderlich. Oft reichen 1–2 Tropfen in einer 1 %-Mischung aus. Eine höhere Konzentration wäre zu stark. Für Kinder sind diese beiden Öle ohnehin nicht geeignet.
Wichtig:
Bei Babys und Kleinkindern ist besondere Vorsicht geboten, wenn es um die Verwendung ätherischer Öle geht. Informiert euch vorab gründlich und umfassend, bevor ihr damit arbeitet. Die richtige Dosierung ist entscheidend, um Risiken zu vermeiden. Es gibt ausgezeichnete Fachliteratur, die gezielt nach Beschwerden oder Krankheitsbildern geordnet ist und oft bewährte Rezepte enthält. Nutzt diese Ressourcen, besucht spezielle Kurse und Workshops oder wendet euch an erfahrene Experten, um sicherzustellen, dass ihr verantwortungsvoll mit ätherischen Ölen umgeht. Sicherheit und Gesundheit sollten immer an erster Stelle stehen!
Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift. Allein die Dosis macht, dass ein Ding kein Gift ist.
Paracelsus
Neugierig geworden?
Es gibt noch so viele weitere Dinge, die du wissen solltest! Wenn du mehr über die richtige Verdünnung, die Kunst des Mischens oder die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten ätherischer Öle erfahren möchtest, lade ich dich herzlich zu einem meiner nächsten Kurse ein. Dort erwarten dich spannende Einblicke und zahlreiche inspirierende Rezepte.


Dezember 2024
Stressfreie Adventzeit?!
So bewahrst du die Ruhe
Die Vorweihnachtszeit sollte eigentlich eine Zeit der Besinnlichkeit und Freude sein, doch für viele bedeutet sie vor allem Hektik und Stress. Der Alltag wird durch zahlreiche zusätzliche Aufgaben noch anstrengender: Geschenke finden, Kekse backen, das Haus dekorieren, einen Adventskranz binden, Besuch empfangen – die Liste scheint endlos. Dazu kommt der Druck, alles perfekt machen zu wollen.
Oft geraten wir in einen Strudel aus Verpflichtungen, der uns die Freude an dieser besonderen Zeit nimmt. Wir setzen uns selbst unter Druck, um allen Erwartungen gerecht zu werden – sei es von außen oder von uns selbst. Dabei vergessen wir oft das Wesentliche: die Weihnachtszeit bewusst zu genießen und uns selbst etwas Gutes zu tun.
Um die hektischen Tage etwas gelassener zu gestalten, habe ich ein Rezept für einen Anti-Stress-Roll-on für euch:
- 10 ml Jojobaöl
- 1 Tropfen Neroli 10 %: Wirkt beruhigend und hebt die Stimmung.
- 3 Tropfen Orange: Bringt Leichtigkeit in den Alltag.
- 1 Tropfen Vanille: Verleiht ein warmes, geborgenes Gefühl.
- 2 Tropfen Atlaszeder: Unterstützt die innere Ruhe und Erdung.
Mische die Zutaten in einem kleinen Roll-on-Fläschchen. Trage die Mischung bei Bedarf auf die Handgelenke und im Nacken auf und atme den beruhigenden Duft ein. Dieser kleine Helfer unterstützt dich dabei, den Tag mit mehr Gelassenheit zu meistern und zwischendurch bewusst innezuhalten.
Perfektion ist nicht das Ziel
Wir müssen nicht alles perfekt machen. Weihnachten ist keine Prüfung, sondern eine Zeit für Freude, Gemeinschaft und Dankbarkeit. Mach dir bewusst, dass es okay ist, Abstriche zu machen. Konzentriere dich auf das, was wirklich zählt: schöne Momente mit der Familie, eine Auszeit für dich selbst und das Genießen kleiner Augenblicke.
Ideen für kleine Auszeiten
- Ein entspannendes Bad: Lass den Tag hinter dir und tanke neue Energie.
- Zeit in der Natur: Schau aus dem Fenster oder gehe spazieren und beobachte die Ruhe der winterlichen Landschaft.
- Ein heißer Tee und ein gutes Buch: Schaffe dir einen kleinen Rückzugsort, um den Alltag auszublenden.
- Meditation oder Achtsamkeitsübungen: Schon ein paar Minuten reichen, um Körper und Geist in Einklang zu bringen.
Es geht nicht darum, stundenlange Rituale einzuführen, sondern kleine Oasen der Ruhe zu schaffen. Diese Momente helfen dir, dich zu zentrieren und neue Kraft zu schöpfen.
In diesem Sinne wünsche ich dir eine ruhige und besinnliche Adventszeit. Genieße die Zeit mit deinen Lieben, aber vergiss dabei nicht dich selbst. Es liegt in deiner Hand, die Magie der Weihnachtszeit zu spüren und sie auf deine eigene Weise zu erleben.
Alles Liebe,
Sabine


November 2024
Aromatherapie - Was ist das?


Heute möchte ich euch über einige Dinge aufklären, die mir besonders wichtig sind. Viele Menschen wissen gar nicht, was Aromatherapie ist, und stempeln dies gleich als Esoterik ab. Ätherische Öle haben jedoch nichts mit Hokuspokus oder dergleichen zu tun! Es gibt sogar wissenschaftliche Studien, die ihre Wirkung belegen, und auch in Arzneimitteln finden sich ätherische Öle wieder. Diese naturreinen und hochwirksamen Substanzen haben tatsächlich eine nachweisbare Wirkung. Eine Vielzahl ätherischer Öle wirkt antiviral, antibakteriell, antiseptisch, antimykotisch, durchblutungsfördernd, schleimlösend, zellregenerierend, wundheilungsfördernd, schmerzlindernd und vieles mehr.
Man sieht also, wie vielseitig diese Öle eingesetzt werden können. Das Tolle daran ist, dass sich ätherische Öle nicht nur für körperliche Beschwerden verwenden lassen, sondern auch positiv auf unsere Emotionen und Psyche auswirken. Duftmoleküle werden über unsere Nase aufgenommen und gelangen in das sogenannte limbische System, das für unsere Emotionen, Erinnerungen und unser Verhalten verantwortlich ist. So können sie uns möglicherweise an eine schöne Kindheitserinnerung zurückversetzen und uns Wärme, Geborgenheit und Glücksgefühle schenken. Es gibt unzählige Beispiele, die zeigen, wie vielseitig ätherische Öle wirken können.
Das ist es, was mich daran so fasziniert. Mit nur einem einzigen Öl kann ich so viele Dinge bewirken. In meinen Aromabehandlungen vereine ich die Kraft verschiedenster Öle und stimme sie genau auf dich und deine Bedürfnisse ab.
Was genau sind ätherische Öle?
Naturreine ätherische Öle werden durch Verfahren wie Wasserdampfdestillation, Kaltpressung oder Extraktion gewonnen, wobei die Wasserdampfdestillation am häufigsten eingesetzt wird. Bei diesem Verfahren wird nicht nur das kostbare Öl gewonnen, sondern man erhält auch ein sogenanntes Hydrolat. Ätherische Öle sind die „fette“ Phase einer Pflanze, wohingegen das Hydrolat die wasserlöslichen Bestandteile der Pflanze enthält.
Leider findet man auf dem Markt viele verfälschte Öle, die nicht naturrein sind. Hier betone ich ausdrücklich: Es geht um 100 % naturreine Öle! Bezeichnungen wie „100 % reines Öl“, „naturidentisch“ oder „100 % ätherisches Öl“ können irreführend sein und erzeugen Verwirrung beim Verbraucher. In der Aromatherapie geht es ausschließlich um die Wirkung von 100% naturreinen ätherischen Ölen.
Viele Anbieter verkaufen synthetisch hergestellte Öle, die kostengünstig in der Herstellung sind, aber die gewünschte Heilwirkung, wie sie in der Aromatherapie beschrieben wird, nicht erzielen.
Fazit: ätherisches Öl ≠ ätherisches Öl
Viele Menschen lassen sich von Preisen in die Irre führen. Doch weder ein hoher noch ein niedriger Preis garantiert automatisch eine gute oder schlechte Qualität. Das gilt für ätherische Öle genauso wie für Lebensmittel oder andere Produkte. Der Preis allein sagt nichts über die tatsächliche Qualität aus. Deshalb ist es umso wichtiger, das Etikett sorgfältig zu prüfen, um sicherzugehen, dass man genau das bekommt, was man erwartet.
Zahlreiche Websites wirken sehr naturnah und vermitteln durch detaillierte Informationen über die Herkunft und Verarbeitung der Öle Vertrauen. Dennoch kann es sich am Ende um synthetische oder gemischte Produkte handeln, die nur einen geringen Anteil natürlicher Inhaltsstoffe enthalten. Lasst euch nicht von Marketingtricks oder leeren Versprechungen täuschen. Ein kritischer Blick auf das Etikett ist der Schlüssel, um die wahre Qualität eines Produkts zu erkennen.
Mit etwas Hintergrundwissen und Aufmerksamkeit wird die Suche nach einem hochwertigen, wirkungsvollen Öl deutlich leichter – und ihr könnt selbstbewusst und informiert eure Entscheidung treffen.
Achtet also auf die folgenden Merkmale auf dem Etikett:
- 100 % naturreines Öl – achtet genau auf diese Bezeichnung!
- Bio-Qualität oder Demeter-Qualität – das ist besonders wichtig– schließlich möchte niemand Pestizidrückstände auf der Haut haben.
- Gewinnungsverfahren – wie z. B. Wasserdampfdestillation. Auf synthetischen Ölen werden keine Gewinnungsverfahren angegeben.
- Botanische Bezeichnung – um sicherzugehen, welche Pflanze tatsächlich im Fläschchen steckt.
Anwendung und Möglichkeiten:
Ätherische Öle bieten eine Vielzahl an Anwendungsmöglichkeiten. Wie bereits erwähnt, ist es äußerst wichtig, auf hochwertige Produkte zu achten. In der Aromatherapie werden ätherische Öle auf drei Hauptarten angewendet: über den Geruchssinn, die Haut oder – in Ausnahmefällen – durch orale Einnahme. Letzteres ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Zwar ist die Einnahme möglich, sollte jedoch nur unter Aufsicht erfahrener Fachleute erfolgen, da hierbei viel beachtet werden muss.
Meine bevorzugte und intensivste Anwendungsmethode ist die Anwendung über die Haut. Vielleicht fragt sich der eine oder andere, warum die Haut? Ist eine Einnahme nicht viel wirkungsvoller? Dazu eine Erklärung: Unsere Haut ist das größte Organ des Körpers und nimmt Stoffe sehr gut auf. Daher ist es wichtig, genau darauf zu achten, womit wir unsere Haut versorgen. Alles, was wir auftragen, wird von der Haut und damit vom gesamten Organismus aufgenommen. Ätherische Öle haben die besondere Eigenschaft, sehr schnell und tief in die Haut einzudringen. Beeindruckend ist auch, dass sie nach nur wenigen Minuten sogar in unserem Atem nachgewiesen werden können.
Es gibt noch so viel, was ich euch erzählen möchte. Das würde aber hier definitiv den Rahmen sprengen! Bist du an diesem Thema interessiert? Besuche doch einen meiner Workshops oder erfahre hautnah eine Aromatherapie-Anwendung bei mir in der Praxis. 💚


Oktober 2024
Oktober - der goldene Monat

Jede Jahreszeit hat ihren eigenen, ganz besonderen Charme, doch nach einem langen, heißen Sommer sehne ich mich immer wieder besonders nach dem Herbst. Diese Jahreszeit ist für mich geheimnisvoll und mystisch, geprägt von nebligen Morgen und der frischen Kühle, die sich mit den letzten wärmenden Sonnenstrahlen mischt. Ich genieße es, wie der Nebel sich in den frühen Stunden über die Felder legt und sich im Laufe des Tages langsam auflöst. Die Temperaturen sinken, aber jeder Sonnenstrahl, den ich noch auf meiner Haut spüren darf, fühlt sich besonders kostbar an. Doch das Schönste ist die überwältigende Farbenpracht, die der Herbst uns schenkt.
Aber warum färben sich die Blätter überhaupt bunt? Was passiert genau in dieser Jahreszeit in unserer Pflanzenwelt?
Die Vorbereitung der Natur auf den Winter
Im Herbst beginnt die Natur, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Die Pflanzen ziehen ihre Kraft zurück, entweder in Samen, die im nächsten Jahr keimen werden, oder in die Wurzeln, um im Frühjahr mit neuer Energie zu erblühen. Die sinkenden Temperaturen und das kürzer werdende Tageslicht signalisieren den Pflanzen, dass es Zeit ist, ihre Aktivitäten zu drosseln. Besonders die Bäume reagieren auf diese Veränderungen, indem sie die Photosynthese einstellen.
Der Prozess beginnt mit dem Abbau von Chlorophyll, dem grünen Farbstoff in den Blättern, der für die Photosynthese verantwortlich ist. Chlorophyll ermöglicht es den Pflanzen, Sonnenlicht in Energie umzuwandeln. Doch um Nährstoffe zu sparen und sich auf den Winter vorzubereiten, bauen die Bäume das Chlorophyll ab. Das führt dazu, dass andere Farbpigmente, die im Sommer vom dominanten Grün überdeckt wurden, sichtbar werden.
Warum färben sich die Blätter bunt?
Die herbstliche Farbpalette – von Gelb über Orange, Rot und Violett bis hin zu Braun – entsteht durch verschiedene Pigmente in den Blättern:
- Carotinoide: Diese Pigmente, die gelbe und orange Farben erzeugen, sind das ganze Jahr über in den Blättern vorhanden. Sie werden normalerweise vom Chlorophyll überdeckt, aber sobald dieses abgebaut ist, treten sie in den Vordergrund.
- Anthocyane: Diese Pigmente entstehen erst im Herbst und sorgen für die kräftigen Rot- und Violetttöne. Anthocyane schützen die Blätter vor schädlichem UV-Licht und helfen, überschüssigen Zucker, der sich in den Blättern angesammelt hat, abzubauen.
- Tannine: Diese organischen Verbindungen sind für die braunen Farbtöne verantwortlich. Sie werden sichtbar, wenn das Chlorophyll vollständig abgebaut ist und die Blätter ihre Nährstoffe verloren haben.
Die Farbintensität der Blätter hängt stark von den jeweiligen Wetterbedingungen ab. Ein sonniger Herbst mit kühlen Nächten, aber frostfreien Temperaturen fördert besonders lebhafte Farben. Regen, Trockenheit oder früh einsetzender Frost können dagegen die Farben weniger intensiv wirken lassen.
Der Herbst – mehr als nur bunte Blätter
Neben der Farbenpracht gibt es im Herbst noch viele weitere interessante Naturphänomene. Tiere bereiten sich auf den Winter vor, indem sie entweder Vorräte sammeln oder sich ein warmes Quartier suchen. Manche Vögel ziehen in wärmere Regionen, während andere, wie Igel und Bären, in den Winterschlaf gehen. Die Erntezeit erreicht ihren Höhepunkt, und wir genießen die Fülle an Äpfeln, Kürbissen, Nüssen und anderen saisonalen Leckereien.
Die kürzer werdenden Tage und das veränderte Licht verleihen dem Herbst auch eine besondere Atmosphäre. Die tief stehende Sonne taucht die Welt in ein weiches, goldenes Licht. Es ist die Zeit der inneren Einkehr und Vorbereitung auf die ruhige Winterzeit, in der die Natur zur Ruhe kommt und wir selbst oft auch ein wenig innehalten.
Der Herbst ist also eine Übergangszeit – eine Phase, in der die Natur loslässt, um Platz für Neues zu schaffen, das im kommenden Frühling wieder erblühen wird.
Diese Veränderungen in der Pflanzenwelt machen den Herbst so besonders und zeigen uns, dass alles im Kreislauf der Jahreszeiten miteinander verbunden ist.


September 2024
Mit Leichtigkeit zurück in
den Schulalltag

Die Sommerferien neigen sich dem Ende zu, und der Schulstart steht bevor. Nach einem herrlichen Sommer mit vielen heißen Tagen am Meer oder See sehnen sich viele Eltern nach neun Wochen Ferien wieder nach einem geregelten Alltag. Doch der Übergang in den Schulalltag verläuft oft nicht ganz reibungslos. Ob es die Nervosität vor dem ersten Schultag ist oder Kinder, die nach der langen Pause nur schwer in den Lernmodus zurückfinden.
Es gibt dabei zwei Arten von Kindern: Die einen freuen sich auf den Schulanfang und können es kaum erwarten, ihre Freunde wiederzusehen. Die anderen hingegen haben wenig Lust auf die Schule. Ich gehörte selbst zu den Kindern, die den Schulstart immer mit Freude erwarteten – sei es das Beschriften der Hefte, das Treffen mit den Klassenkameraden oder die gemeinsame Zeit in der Schule. Dennoch war die Vorfreude oft begleitet von Prüfungsängsten und Selbstzweifeln. Gedanken wie „Werde ich das schaffen?“ oder „Bin ich gut genug?“ waren ständige Begleiter.
Wer solche Gefühle kennt – die Angst zu versagen oder das Gefühl, nicht gut genug zu sein – weiß, wie belastend das sein kann. Vielleicht betrifft das auch dein Kind oder dich selbst. Diese Unsicherheiten können sowohl in der Schule als auch im Berufsleben auftreten und betreffen viele von uns.
Um euch in solchen Momenten zu unterstützen, habe ich eine spezielle Duftmischung zusammengestellt, die flexibel anwendbar ist – ob als Raumbeduftung oder in Form eines Riechstifts für unterwegs.
Duftmischung:
- 10 Tropfen Neroli
- 10 Tropfen Orange
- 5 Tropfen Vanille
- 5 Tropfen Atlaszeder
Diese Mischung vermittelt ein Gefühl von Vertrauen, Geborgenheit und Sicherheit. Besonders die Atlaszeder schenkt uns Kraft und Stärke, um den Herausforderungen des Lebens gewachsen zu sein. Für eine intensivere Wirkung könnt ihr sie auch verdünnt auf die Haut auftragen, abgestimmt auf das Alter und die Bedürfnisse.
Jeder von uns hat seine eigenen Herausforderungen, und ich stehe euch gerne unterstützend zur Seite. Meldet euch jederzeit bei mir, wenn ihr eine individuell abgestimmte Ölmischung möchtet.
PS: Am 8. Oktober findet mein Kurs Ätherische Öle im Schulalltag statt. Dort sprechen wir über alltägliche Herausforderungen wie Ängste, Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten, Lernunterstützung u.v.m. Der Kurs ist nicht nur für Schulkinder gedacht, sondern auch eine wertvolle Unterstützung für alle, die vor großen Herausforderungen stehen.

August 2024
Der Frauendreißiger
Eine Zeit der Heilkräuter und Rituale

Am 15. August, dem Fest Mariä Himmelfahrt, wird traditionell die Kräuterweihe gefeiert, die den Beginn des sogenannten Frauendreißigers markiert. Man sagt, dass die (Frauen-)Kräuter in diesen 30 Tagen zwischen August und September besonders heilkräftig sind. An diesem Tag werden traditionell Kräutersträuße in der Kirche gesegnet. Diese christliche Praxis hat ihre Wurzeln in heidnischen Bräuchen. Unabhängig von der jeweiligen Tradition oder dem Glauben ist dies eine schöne Festzeit für alle Kräuterfrauen und -männer.
Der Kräuterbuschen erfüllt verschiedene Zwecke. In der Winterzeit dient er als Hausapotheke. Je nach Bedarf wurden aus dem getrockneten Strauß Kräuter entnommen, zum Beispiel um Tee zuzubereiten und sich zu erholen. Auch zum Räuchern wurden die Kräuter verwendet, um das Haus vor negativen Einflüssen zu schützen und Unheil, insbesondere Blitzschläge und Gewitter, abzuwehren.
Zu den sogenannten Frauenkräutern zählen unter anderem die heilkräftige Schafgarbe sowie Johanniskraut, Rotklee, Frauenmantel, Lavendel, Ringelblume und viele mehr. Traditionell besteht der Kräuterbuschen aus 7, 9, 12, 14, 24, 72 oder sogar 99 verschiedenen Kräutern, je nach Brauch und Region. Dabei gibt es kein Richtig oder Falsch! Diese Zahlen haben je nach Tradition eine besondere Bedeutung. Ihr könnt jedoch auch eure persönliche Zahl wählen, sei es eine besondere Erinnerung, ein wichtiges Datum oder eure Glückszahl. Lasst euch von eurer Intuition leiten, und ihr werdet etwas ganz Besonderes und Persönliches erschaffen.
Möchtest du mehr über Bräuche, Kräuter und ihre Heilwirkung erfahren, freue ich mich, dich in einem meiner Kurse, Workshops oder bei einer Kräuterwanderung zu treffen.
Juli 2024
Sommerfit - Ein Rezept gegen Sonnenbrand und mehr

Die Sommerferien stehen vor der Tür, und hoffentlich lässt die Sonne nicht mehr lange auf sich warten. Jeder von uns hatte vermutlich schon einmal einen Sonnenbrand und weiß, wie schmerzhaft und unangenehm das sein kann. Deshalb habe ich ein hilfreiches Rezept für euch zusammengestellt.
Das Wichtigste im Sommer ist nach wie vor, die Haut mit einer geeigneten Sonnencreme zu schützen. Sollte es dennoch zu einem Sonnenbrand kommen, wirkt dieser Spray nicht nur wunderbar kühlend, sondern hilft auch dabei, dass sich die Haut schneller regeneriert. Er lindert den Schmerz und die Rötung.
Auch wenn ihr keinen Sonnenbrand habt, lohnt es sich, diesen Spray als After-Sun zu verwenden. Einfach am Abend auf die sonnenbeanspruchte Haut auftragen, und die Haut wird mit Feuchtigkeit versorgt und regeneriert sich besser.
Alles, was ihr dafür braucht:
- 50 ml Rosenhydrolat
- 5 Tropfen Sanddornfruchtfleischöl
- 5 Tropfen Lavendelöl fein
- 3 Tropfen Karottensamenöl
- 2 Tropfen Pfefferminzöl
Alle Öle in eine 50-ml-Glassprühflasche tropfen und mit Rosenhydrolat auffüllen. Vor Gebrauch kurz schütteln und mehrmals täglich auf die betroffene Stelle aufsprühen.
Ich wünsche euch einen großartigen Start in die Sommerferien und eine wunderbare Zeit.
PS: Solltet ihr euch einmal am Herd oder woanders verbrennen, gebt sofort einen Tropfen Lavendelöl fein darauf und verwendet anschließend mehrmals täglich diesen kühlenden Spray.
Juni 2024
Insektenstich ade
Der Sommer lässt momentan etwas auf sich warten, aber die nächsten schönen Tage stehen bereits bevor. Damit ihr gut vorbereitet seid für laue Sommerabende, verrate ich euch eines meiner Lieblingsrezepte, das wunderbar bei roten, geschwollenen und juckenden Insektenstichen hilft.
Ich kombiniere in meinen Rezepten gerne frische Pflanzen mit ätherischen Ölen. Der Spitzwegerich spielt dabei eine große Rolle.
Spitzwegerich - Plantago lanceolata
ist eine weit verbreitete Heilpflanze, die für ihre vielfältigen medizinischen Eigenschaften geschätzt wird. Er wächst bevorzugt auf Wiesen und an Wegrändern und ist sehr leicht an seinen langen, schmalen, lanzettförmigen Blättern zu erkennen.
Die Blätter des Spitzwegerichs enthalten entzündungshemmende und antibakterielle Stoffe, die bei der Behandlung von Wunden, Schnittverletzungen und Insektenstichen hilfreich sind. Daher ist er ein Must-have in meinem Insektenstich-Roll-on.
Einen Ölauszug mit Spitzwegerich herzustellen, ist eine einfache und effektive Methode, um die heilenden Eigenschaften der Pflanze zu extrahieren und zu konservieren. Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Du benötigst:
- Frische Spitzwegerichblätter
- Jojobaöl
- Hitzebeständiges Gefäß (z.B. ein Becherglas)
- Zerkleinere die frischen Spitzwegerichblätter (am besten lässt du sie einen halben Tag antrocknen) und gib sie mit dem Jojobaöl in ein Becherglas. Ich fülle das Becherglas etwa zur Hälfte mit Spitzwegerich und fülle anschließend mit Jojobaöl auf, sodass die Blätter mit Öl bedeckt sind.
- Nun kommt das Ganze in ein Wasserbad und wird bei niedriger Temperatur ausgezogen. Das Öl sollte nicht kochen oder rauchen! Lass das Öl etwa 2-3 Stunden im Wasserbad ziehen.
Achte darauf, die Temperatur des Wassers nicht zu hoch werden zu lassen, da zu hohe Temperaturen die heilenden Inhaltsstoffe zerstören können.
Für den Roll-on benötigst du ein leeres Roll-on-Fläschchen, 10 ml des Ölauszugs und 3 Tropfen Lavendel fein. - FERTIG
Ihr könnt den Roll-on mehrmals täglich gezielt auf die betroffenen Stellen auftragen. Ihr werdet schnell merken, dass ihr auf diesen Roll-on nicht mehr verzichten möchtet. Er ist klein, praktisch und wirkungsvoll.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachmachen. :)
P.S.: Solltet ihr den Roll-on einmal nicht zur Hand haben, könnt ihr auch die frischen Blätter des Spitzwegerichs zerreiben und auf die betroffene Stelle legen.


Mai 2024
Eine kleine Pflanze ganz groß
Bevor der Rasenmäher in unserem Garten zum Einsatz kommt, sammle ich zunächst alle Kräuter und Pflanzen. Ich habe schon oft gehört, wie Leute sagen: „Bei dir wächst ja alles!“ In meinem eigenen Garten finde ich jedoch kein einziges Kraut. Wenn ich jedoch andere Gärten besuche, entdecke ich zahlreiche Pflanzen wie Giersch, Gundermann, Spitzwegerich, Schafgarbe und viele mehr. Eine Pflanze, die fast überall vorkommt, ist das Gänseblümchen. Viele sind überrascht, was sich alles in ihrem eigenen Garten finden lässt. Es bereitet mir große Freude, wenn ich andere dazu inspirieren kann, diese Pflanzen zu bewahren und für ihre Gesundheit zu nutzen.
Das Gänseblümchen, wissenschaftlich als Bellis perennis bekannt, ist weit mehr als nur eine hübsche kleine Blume, die in vielen Gärten und auf Wiesen zu finden ist. Erinnert ihr euch, wie ihr aus ihnen Ketten gebastelt oder „Er liebt mich, er liebt mich nicht“ gespielt habt? Das Gänseblümchen begleitet uns schon seit Kindheitstagen. Dieses bezaubernde Pflänzchen hat es in sich und sollte nicht von seiner Heilkraft unterschätzt werden. Es enthält zahlreiche wertvolle Inhaltsstoffe wie Saponine, Flavonoide, Inulin, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherisches Öl, Vitamin C, Eisen, Calcium, Magnesium und Kalium. Die vielen Inhaltsstoffe des Gänseblümchens machen es nicht nur zu einer Heilpflanze, sondern auch zu einer wertvollen Nahrungsergänzung.
Traditionell wird das Gänseblümchen zum Beispiel bei Husten, Magen-Darm-Beschwerden, in Frühjahrskuren und bei verschiedensten Hautthematiken eingesetzt. Es besitzt eine entzündungshemmende und schleimlösende Wirkung. Die enthaltenen Bitterstoffe regen zudem unsere Verdauung an. Auf feinstofflicher Ebene wird das Gänseblümchen gerne bei Kindern verwendet oder um Themen, die in der Kindheit passiert sind, aufzuarbeiten. Man sieht, das Gänseblümchen ist ein wahres Kraftpaket.
Besonders die rosaroten Blüten haben mich schon als Kind verzaubert, und das tun sie auch heute noch. Viele fragen sich vielleicht, warum die Zungenblüten diese tolle Färbung bekommen. Das liegt an den kühlen Nächten im Frühling – je wärmer es wird, desto seltener sind sie in diesem Blütenkleid zu finden. Was ihr auch unbedingt mal beobachten solltet, ist, dass das Gänseblümchen auch als toller Wetteranzeiger dient. Bleibt das Blütenköpfchen geschlossen oder schließt es sich im Laufe des Tages, ist schlechtes Wetter zu erwarten.
Wie ihr seht, strotzt diese Pflanze nur so vor Kraft, und wir sollten ihr wieder mehr Beachtung schenken. Ich sammle das Gänseblümchen zum Beispiel für diverse Tees oder es kommt als Zusatz in mein festes Haarshampoo. Ich mache Sirup daraus. Bei mir findet man es als essbare Deko auf Mehlspeisen, in Salaten oder Smoothies. Man kann es so vielseitig verwenden und es sind keine Grenzen gesetzt. Lasst euren Ideen freien Lauf und probiert einfach mal etwas Neues aus. 😉
PS: Es gibt auch einen tollen alten Brauch, der besagt: Wenn du im Frühjahr die ersten drei Gänseblümchen, die du entdeckst, an Ort und Stelle verspeist, kommst du gesund und wohlbehalten durch das Jahr.


April 2024
Insektenpopulation steigern
Es wird für viele Insektenarten wie Bienen und Hummeln zunehmend schwierig, geeignete Nistplätze zu finden. Ein Hauptgrund dafür ist, dass Gärten oft sehr ordentlich angelegt und aufgeräumt werden. Viele von uns sind der Meinung, dass der Garten ordentlich aussehen muss, um keine schlechte Nachrede von Nachbarn und Co. zu bekommen. Dies führt dazu, dass Abfälle, Laubreste und Strauchschnitt sofort entsorgt werden, was wiederum dazu führt, dass nützliche Insekten Lebensräume verlieren.
Ich möchte euch jetzt nicht damit sagen, lasst eure Gärten verwildern. Ein Garten kann sowohl insektenfreundlich als auch ordentlich sein. Sucht doch im Garten vielleicht eine Stelle, an der es euch nicht stört, Strauchschnitt oder Totholz anzusammeln, um eine sogenannte Benjeshecke zu errichten.
Welche Vorteile hat das?
Diese Hecke kann als kostengünstiger Sichtschutz dienen, und man spart sich das lästige Entsorgen. Eine solche Hecke schafft nicht nur Lebensraum für viele Insekten wie Wildbienen, sondern bietet auch vielen Vogelarten wie Amseln, Zaunkönigen und Rotkehlchen einen geschützten Bereich zum Nisten. Auch kleine Säugetiere wie Igel und Siebenschläfer finden hier ein Zuhause.
Eine weitere Möglichkeit ist es, Insektenhotels aus alten Holzresten und Naturmaterialien zu bauen. Dies ist besonders für diejenigen geeignet, die nur über einen kleinen Garten verfügen und keine Möglichkeit haben, eine Benjeshecke zu errichten. Oder ihr macht einfach beides. Je mehr Lebensraum wir unseren nützlichen Helfern zurückgeben können, desto mehr profitieren wir als Gärtner und auch unser Ökosystem. Die Bewohner eines Insektenhotels leisten einen wichtigen Beitrag zum Bestäuben und Befruchten von Blumen und Obstbäumen sowie zur Schädlingsbekämpfung.
Wie ist ein Insektenhotel aufgebaut?
Ein Insektenhotel besteht aus mehreren Fächern, die mit verschiedenen Materialien wie Holzspänen gefüllt sind. Die Räume sind in unterschiedlichen Größen und mehreren Etagen angeordnet. Es ist wichtig, dass jedes Hotel mit einem Dach vor Regen geschützt ist. Letztendlich sieht es aus wie ein kleines Häuschen mitten in der Landschaft. Um Insekten wie Bienen anzulocken, muss einiges beachtet werden. Das Hotel sollte aus natürlichen Materialien gefertigt und in der Nähe von Bäumen, Büschen und Blumen aufgestellt werden, damit die "Gäste" es leichter finden können. Idealerweise sollte es nach Süden ausgerichtet sein, wo es sonnig und wettergeschützt steht. Es wäre auch von Vorteil, wenn sich in der Nähe eine kleine Wasserstelle befindet.
Bei Wildbienen gibt es besonders deutliche Rückgänge. Zahlreiche Wildbienenarten stehen auf der Roten Liste und sind daher vom Aussterben bedroht. Ein wesentlicher Faktor für das Bienensterben ist der verstärkte Einsatz von Pestiziden. Deshalb sollten wir gemeinsam dazu beitragen, unsere Artenvielfalt an Insekten zu erhalten und das Gleichgewicht unseres Ökosystems wiederherzustellen.
PS: Es ist wichtig, daran zu denken, dass nicht nur die Insekten davon profitieren, sondern auch wir.


März 2024
Bärlauch 1 x 1
Bärlauch gehört zu den ersten Frühlingskräutern und ist eine Wohltat für unseren Körper nach dem langen Winter. Diese aromatische Pflanze, die nach Knoblauch duftet, bietet nicht nur einen großartigen Geschmack, sondern auch zahlreiche gesundheitliche Vorteile. Seine Wirkung ähnelt der von Knoblauch und wirkt sich positiv auf unsere Blutgefäße und somit auf unser Herz-Kreislaufsystem aus. Sein hoher Gehalt an Vitamin C, Mineralien und Spurenelementen macht ihn ideal für Frühjahrskuren. Darüber hinaus wirkt er antibakteriell, entzündungshemmend und stärkt unser Immunsystem.
Um euch bei der Bestimmung mehr Sicherheit zu geben, habe ich die wichtigsten Erkennungsmerkmale für euch zusammengefasst:
- Der Bärlauch ist eine Zwiebelpflanze, bei der die Blätter einzeln aus dem Boden wachsen. Meist sprießen zwei Blätter aus einer Zwiebel, jedoch mit einem klar erkennbaren Stiel. Es bildet sich KEINE Rosette!
- Die Blätter des Bärlauchs sind sehr zart und weich, während die giftigen Doppelgänger eher fest und robust sind. Bei ganz jungen Trieben können die Seiten noch etwas eingerollt sein.
- Wenn ihr das Blatt genauer betrachtet, bemerkt ihr, dass die Vorderseite glänzt, während die Rückseite matt ist.
- Auf der Rückseite könnt ihr einen stark ausgeprägten Mittelnerv erkennen. Versucht doch mal, das Blatt zu knicken. Dann könnt ihr ein deutliches „Knacken“ hören.
- Ende April/Anfang Mai beginnt die Blütezeit. Der Bärlauch bildet eine unverkennbare sternförmige Scheindolde, während das Maiglöckchen Glöckchen bildet.
Beim Pflücken verlassen sich viele auf den Knoblauchgeruch, aber Vorsicht ist geboten. Schon nach ein paar Blättern riechen die Finger stark nach Knoblauch, daher ist dies kein zuverlässiges Erkennungsmerkmal. Beim Sammeln gilt die goldene Regel: Sammelt nur, was ihr zweifelsfrei bestimmen könnt. Schaut euch jedes Blatt sorgfältig an, auch wenn es ein wenig mühsam ist, bevor ihr es in den Korb legt. Auf diese Weise könnt ihr sicherstellen, dass kein giftiger Doppelgänger versehentlich auf dem Teller landet.
Tipp:
Bärlauch sollte am besten frisch verzehrt werden, da er sein Aroma beim Trocknen verliert. Im Kühlschrank hält er sich jedoch auch ein paar Tage. Wickelt ihn dazu einfach in ein feuchtes Baumwolltuch ein.
Um länger etwas von Bärlauch zu haben, könnt ihr ein wunderbares Pesto daraus zaubern, das sehr vielseitig verwendbar ist. Auch das klassische Bärlauchsalz sollte in keiner Küche fehlen.
Viel Freude beim Sammeln und Bestimmen. Lasst euch von der Kraft des Bärlauchs inspirieren und zaubert schmackhafte Speisen.
Ich wünsche euch einen genussvollen März.



Februar 2024
Frühlingserwachen
Der Frühling steht vor der Tür, und damit auch die Herausforderung der Frühjahrsmüdigkeit. Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf, doch nicht jeder von uns startet mit voller Energie in diese belebende Jahreszeit. Müdigkeit, Schwindel und Kopfschmerzen begleiten viele Menschen in den ersten Wochen des Frühlings. Mit natürlichen ätherischen Ölen lässt sich gezielt diese Müdigkeit vertreiben. Der Kreislauf wird angeregt, die Kopfschmerzen legen sich, und man kann voller Elan in den Tag starten.
Die Ursache der Frühjahrsmüdigkeit liegt oft in Anpassungsschwierigkeiten des Organismus. Durch die veränderte Tageslänge gerät der Haushalt von Melatonin und Serotonin aus dem Gleichgewicht. In der Regel dauert es 2-4 Wochen, bis sich der Organismus vollständig an diese Umstellung gewöhnt hat. Zusätzlich spielen steigende Temperaturen eine Rolle: Die Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, und die Folge ist, dass man sich müde und schlapp fühlt.
Hier sind sechs Tipps, wie man gut in den Tag starten kann:
1. Rosmarin Hydrolat – der natürliche Espresso: Meine Wunderwaffe bei Müdigkeit und geistiger Erschöpfung ist der Rosmarin. Morgens gebe ich einen Teelöffel Rosmarinhydrolat CT cineol in ein Glas Wasser und trinke es. Es ist ein richtiger Muntermacher und bringt den Kreislauf in Schwung. Wichtig: Nicht bei Bluthochdruck und Epilepsie einnehmen. Es ist auch nicht geeignet für Schwangere und Kleinkinder.
2. Zitronenöl – für gute Laune und Konzentration: Eines meiner Favoriten unter den Zitrusdüften bei Müdigkeit ist das ätherische Zitronenöl. Es wirkt stimmungsaufhellend, aktivierend, klärt unseren Geist und fördert unsere Konzentration.
3. Wechselduschen – Training für die Blutgefäße: Ein Wechsel zwischen warmem und kaltem Wasser regt den Kreislauf an. Dabei 30 Sekunden warm duschen, dann drei Sekunden kalt. Diesen Vorgang drei Mal wiederholen.
4. Bewegung an der frischen Luft: Studien belegen, dass Menschen, die sich mindestens 30 Minuten an der frischen Luft aufhalten, auch deutlich weniger krank sind. Ich bevorzuge einen Waldspaziergang und spüre die heilende Kraft des Waldes. Die Waldluft sorgt dafür, dass sich unsere Lungen weiten, und wir endlich mal wieder tief durchatmen können.
5. Ausreichend Wasser trinken: Morgens ein Glas Wasser trinken regt den Stoffwechsel an und steigert die Konzentration. Empfohlen wird eine tägliche Trinkmenge von mindestens 1,5 Litern, wobei gesüßte Getränke vermieden werden sollten. Bei Hitze, Sport oder körperlicher Arbeit ist eine höhere Trinkmenge erforderlich.
6. Sonne genießen: Das Allerwichtigste! Genießt die Zeit in der Sonne. Schon wenige Minuten erfüllen unser Herz mit purer Freude und Wohlbefinden.
Der Frühling lässt hoffentlich nicht mehr lange auf sich warten. Ich wünsche euch eine schöne und energievolle Zeit. ;)
PS: An alle Allergiker da draußen, ich veranstalte am 13.02.24 einen Kurs, der eure Allergiesaison bereichern wird, um den Frühling auch in vollen Zügen genießen zu können.


Jänner 2024
Neujahrsvorsätze
Lass das neue Jahr zu deinem Jahr werden! Neujahrsvorsätze bieten eine großartige Möglichkeit, sich über die eigenen Wünsche und Ziele für das kommende Jahr klar zu werden.
Wer kennt das nicht? Im nächsten Jahr werde ich...
Mit viel Euphorie und Lebensenergie startet man ins neue Jahr, und schon nach wenigen Wochen oder sogar Tagen verfliegen die neu gefassten Vorsätze. Die Tatsache ist: Das neue Jahr motiviert uns dazu, Veränderungen in unserem Leben anzustreben. Doch wie schaffe ich es, meinen Vorsatz nicht gleich wieder über Bord zu werfen? Zuallererst ist es wichtig zu wissen, was ich in meinem Leben verändern möchte. Ebenso wichtig ist es, sich nicht zu viel vorzunehmen! Es genügt, sich auf ein bis maximal zwei Dinge zu konzentrieren. So hat man genügend Zeit, sich wirklich darauf zu fokussieren.
Mein Tipp an euch: Schnappt euch Zettel und Stift, macht es euch gemütlich und lasst das Jahr 2023 Revue passieren. Schreibt auf, was ihr erreicht habt und wofür ihr dankbar seid! Überlegt, wie ihr diese Ziele erreicht habt. Vielleicht waren es auch unerwartete Momente und Erlebnisse, die euer Jahr geprägt haben. Nehmt dann einen zweiten Zettel zur Hand und denkt darüber nach, was ihr euch für das Jahr 2024 wünscht. Schreibt eure Träume und Ziele auf. Dann überlegt, welche davon realistisch in diesem Jahr umsetzbar sind. Vergesst nicht: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut. Nehmt euch wirklich Zeit dafür und geht in euch.
Ihr fragt euch vielleicht, warum es so entscheidend ist, diese Dinge schriftlich festzuhalten. Das Handgeschriebene hat eine einzigartige Wirkung auf unser Unterbewusstsein. Indem wir unsere Ziele auf Papier bringen, schaffen wir eine Art Verbindung zwischen unseren Gedanken und der physischen Welt. Diese Verbindung verstärkt nicht nur die Erinnerung an unsere Absichten, sondern festigt auch unsere Entschlossenheit. Zudem kannst du dir die Notizen an einen Ort hängen, diese visuelle Präsenz erinnert uns tagtäglich an unsere Träume und Visionen, verhindert, dass sie in Vergessenheit geraten, und hilft uns dabei, unseren Fokus zu bewahren. So werden diese Zettel zu ständigen Begleitern auf unserem Weg zu persönlichem Wachstum und Erfolg. Es ist eine einfache, aber kraftvolle Praxis, die uns daran erinnert, dass unsere Träume realisierbar sind und uns motiviert, kontinuierlich an ihrer Verwirklichung zu arbeiten.
Um das Ganze verbindlich zu machen, teilt eure Pläne mit eurer Familie und euren Freunden. Ich mache es hier nun auch offiziell und möchte mein Vorhaben für 2024 mit euch teilen. Mein Vorsatz für 2024 lautet: Jede Woche einen Berg erklimmen, ganz gleich, ob groß oder klein. Ich liebe es, Zeit in der Natur zu verbringen, und das habe ich in den letzten Monaten sehr vermisst. Aufgrund von beruflichen Herausforderungen und Renovierungsarbeiten am Haus kam das zu kurz. Umso mehr freue ich mich darauf, diese Momente in vollen Zügen wieder zu genießen. Für mich bedeutet das ein Stück Freiheit und die Möglichkeit, den Alltag hinter mir zu lassen.
In diesem Sinne wünsche ich euch ein großartiges und erfolgreiches Jahr 2024! Lasst eure Wünsche und Träume in Erfüllung gehen. Glaubt an euch! Verliert nie den Mut, auch wenn es noch so schwer erscheint.
Alles Liebe und viel Glück, Sabine
PS: Soweit es möglich ist, möchte ich euch an meiner Berg-/Wanderchallenge teilhaben lassen! ;)


Dezember 2023
Magische Raunächte
In der dunklen Jahreszeit, besonders während der Raunächte, erlebt das Thema Räuchern eine Wiederkehr und rückt erneut in den Fokus vieler Menschen. Es dient dazu, eine harmonische und klare Energie in den eigenen vier Wänden zu schaffen. Der Brauch des Räucherns in den Raunächten ist tief verwurzelt und wird in vielen Kulturen als besonders magisch betrachtet. Der Begriff "Raunächte" leitet sich vom althochdeutschen Wort "rûh" ab, was so viel wie "ruhen" oder "stillstehen" bedeutet. In dieser Zeit glaubte man, dass die Grenzen zwischen der sichtbaren Welt und der unsichtbaren, spirituellen Welt verschwimmen.
Es gibt verschiedene Bräuche und Traditionen, die mit den Raunächten verbunden sind. Während dieser zwölf magischen Nächte zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar, den dunkelsten und längsten Nächten des Jahres, geht es darum, das alte Jahr zu verabschieden und den Neubeginn des neuen zu zelebrieren. Ob alleine oder mit der ganzen Familie, für mich persönlich geht es um Rückzug, Wertschätzung und Achtsamkeit. Jeder kann für sich sein eigenes Ritual finden und widerspiegeln, wie er es für richtig hält. Es gibt kein Richtig oder Falsch. Vertraut auf eure Intuition.
Räuchern kann nicht nur in den Raunächten praktiziert werden, sondern es kann uns das ganze Jahr hindurch begleiten. Es bietet sich auch wunderbar als Begleitung zu den Jahreskreisfesten an. Unsere persönlichen Räume fungieren wie ein Spiegel unserer inneren Befindlichkeit. Überall, wo Menschen zusammenkommen, werden Energien freigesetzt, die sich um uns herum und damit auch in unseren Räumen ansiedeln. Häuser und Wohnungen werden beispielsweise beim Einzug geräuchert, um symbolisch ein neues Kapitel aufzuschlagen und die Räume von Fremdenergien zu befreien, um eine friedvolle Atmosphäre wiederherzustellen. Selbst in Zeiten nach einem Streit oder dem Verlust eines geliebten Menschen kann uns dieses Ritual begleiten.
Viele von uns verbinden das Räuchern mit der Kirche, wo Weihrauch und Myrrhe verwendet werden. Ich persönlich bevorzuge heimische Kräuter und Harze. Damals wie heute können wir aus einem breiten Spektrum an heimischen Pflanzen schöpfen. Wer möchte, kann sich seine Räucherpflanzen selbst sammeln. Allein diese Tätigkeit über das gesamte Jahr erdet uns und lässt uns die Naturverbundenheit wieder besser spüren.
Möge euch die Kunst des Räucherns stets begleiten und eine harmonische Atmosphäre in eurem Zuhause schaffen.


November 2023
Aromabehandlung
Wie läuft das Ganze ab?
Bei einem Tässchen Tee lässt es sich gleich leichter reden, und du kannst mir alles erzählen, was dir am Herzen liegt. Wir besprechen all jene Themen, die du mir anvertraust. Warum bist du hier? Hast du Beschwerden, die du lindern möchtest? Lastet eventuell etwas auf deiner Seele? Oder du möchtest dir einfach nur etwas Gutes tun? Dann bist du genau richtig bei mir!
Wichtig bei meiner Arbeit ist es auch zu wissen, wie dein aktueller Gesundheitszustand ist. Gibt es bekannte Allergien, Vorerkrankungen wie Asthma oder Epilepsie oder andere gesundheitliche Probleme? Um eine sicher und speziell auf dich abgestimmte Aromabehandlung durchführen zu können.
Nach unserem ausführlichen (Erst-) Beratungsgespräch kreieren wir gemeinsam deine persönliche Ölmischung. Ich verwende aktuell mehr als 70 verschiedene naturreine Öle und stelle speziell für dich und deine Bedürfnisse die passenden Öle zusammen. Es besteht auch die Möglichkeit, die Öle auszutesten.
Nachdem du dir deine perfekt abgestimmte Ölmischung hergestellt hast, erwartet dich eine tiefgehende Ganzkörperanwendung (Rücken, Arme, Hände, Beine und Füße). Mit sanften Streichungen wird das Öl in deine Haut eingearbeitet. Bei entspannender Musik kannst du dich nun zu 100% fallen lassen und einfach nur genießen. Nach ca. 50 Minuten purer Entspannung hast du noch genug Zeit, dich langsam wieder zu sammeln, und ich erkläre dir noch genau, wie du deine persönliche Mischung in deinen Tag integrieren kannst.
Es erfüllt mich zutiefst, Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen zu begleiten und ihnen die wunderbare Kraft ätherischer Öle näherzubringen.
Ich freue mich darauf, dich bald in meiner Praxis begrüßen zu dürfen!








"Herzlichen Dank an meine liebe Schwägerin für die tollen Fotos.
Und vielen Dank auch an Laura, dass du dich als Model zur Verfügung gestellt hast."
Oktober 2023
"Herbstzeit ist Wurzelzeit"
Mit dem nahenden Herbst endet langsam die Saison für die meisten Wildkräuter – zumindest für die oberirdischen Teile.
Warum ist gerade der Herbst die richtige Zeit zum Wurzelgraben?
In den Frühlings- und Sommermonaten investieren Pflanzen hauptsächlich in das Wachstum oberirdischer Teile wie Spross, Blätter, Blüten und die Ausbildung von Früchten und Samen. Die Wurzel dient als Speicherorgan und hat die Hauptaufgabe, die Pflanze mit Nährstoffen und Wasser zu versorgen und somit ihr Überleben zu sichern. Doch im Herbst, nachdem die Pflanze ihre Reproduktion durch Samenbildung abgeschlossen hat, zieht sie sich in ihr Erdreich zurück. Die Pflanze befindet sich nun im „Speichermodus“. Zu dieser Zeit ist die Konzentration der Wirkstoffe in der Wurzel am höchsten. Ab September/Oktober ist die beste Zeit, sich eine kleine Schaufel zu schnappen und sich den unterirdischen Teilen der Pflanze zu widmen.
Ein Tipp von mir: Sammelt wirklich schon im Herbst und nicht erst im Frühling. Anhand der meist noch vorhandenen Blätter gestaltet sich das Bestimmen der Pflanze weit einfacher als im Frühjahr, wo oft nur eine kleine Blattrosette zur Erkennung dient. Sammle nur, was du zu 100% bestimmen kannst!
Für das Graben der Wurzeln benötigst du je nach Pflanzenart eine kleine Schaufel, einen Wurzelstecher oder einen Spaten sowie etwas körperliche Kraft. Es ist ratsam, ein kleines Stück der Wurzel im Erdreich zu belassen, da viele Pflanzen aus diesem Reststück erneut wachsen können.
Die gesammelten Wurzeln können in der Küche frisch genutzt werden, beispielsweise für Tee, Tinkturen oder Oxymel. Andererseits besteht auch die Möglichkeit, sie zu trocknen und aufzubewahren. Dafür sollten die Wurzeln in dünne Scheiben geschnitten werden und an der Luft bei Zimmertemperatur getrocknet werden oder im Backofen bei niedriger Temperatur.
Einige Beispiele für Pflanzen, deren Wurzeln du im Herbst graben kannst, sind Baldrian, Blutwurz, Brennnessel, Eibisch, Engelwurz, Löwenzahn, Nachtkerze, Nelkenwurz, Wilde Karde und die Zwiebeln des Bärlauchs.
Sei dankbar und schaffe Ausgleich!
Wenn du etwas aus der Natur entnimmst, solltest du auch immer etwas zurückgeben. Dies ist eine alte Tradition, die bis in die Zeit vor den Kelten zurückgeht. Das können zum Beispiel ein paar Haare von dir sein, oder die amerikanischen Ureinwohner spenden oft Tabak als Ausgleich.
Möchtest du noch mehr über Pflanzen und ihre Heilwirkung erfahren, freue ich mich, dich in einem meiner Kurse oder bei einer meiner Kräuterwanderungen begrüßen zu dürfen.


September 2023
"Back to School"
Oh nein, der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu, und der goldene Herbst steht vor der Tür. In dieser Jahreszeit, besonders zum Schulbeginn, ist das Thema Läuse allgegenwärtig. Es gibt absolut keinen Grund zur Scham, und es hat auch nichts mit mangelnder Körperhygiene zu tun. Viele Mütter (manchmal auch Väter) kommen besorgt in die Apotheke und suchen nach Mitteln zur Behandlung von Läusen. Diese ungebetenen Gäste bringen so einiges mit sich. Allein der Gedanke daran verursacht unangenehmes Kopfjucken.
Um diesen Plagegeistern vorzubeugen, habe ich für euch ein Rezept. Dieser "Läuseschreck Spray" sollte täglich, besonders jetzt oder spätestens wenn Läusealarm in Kindergarten und Schule herrscht, verwendet werden. Am besten Mützen, Schals und Jackenkrägen damit einsprühen. Kopfläuse mögen diesen Duft nicht besonders.
Wichtig ist dennoch, abends den Kopf genau auf Nissen und Läuse zu überprüfen. Auch Jungen mit kurzen Haaren sind nicht vor diesen Blutsaugern sicher. Man darf nicht vergessen, besonders hinter den Ohren, den Schläfen und im Nacken genau nachzusehen. Kopfläuse können weder fliegen noch springen, aber sie können besonders gut klettern. Daher werden sie durch direkten Kopf-an-Kopf-Kontakt übertragen. Sollte trotz Läuseschreck dein Kind mit diesen Plagegeistern nach Hause kommen, sollte dies sofort in der Schule/Kindergarten bekannt gegeben werden, um einer Läuseepidemie entgegenzuwirken.


"Läuseschreck Spray"
Du benötigst:
1 Sprühflasche 50ml
10ml Wodka
3 Tropfen Rosengeranie
2 Tropfen Atlas Zeder
1 Tropfen Cistrose
2 Tropfen Teebaum
4 Tropfen Zitrone
3 Tropfen Lavendel fein
Wodka mit den ätherischen Ölen vermengen und auf 50ml mit Wasser auffüllen.
Mindestens einmal täglich die Bekleidung deines Kindes damit einsprühen.
August 2023
Lavendelöl - der Alleskönner unter den ätherischen Ölen

Lavendel ist nicht gleich Lavendel!
In der Aromatherapie müssen wir zwischen dem Echten Lavendel, bekannt als Lavendel fein oder Lavendel extra (Berglavendel), dem Lavandinöl, dem Speiklavendelöl und dem Schopflavendelöl unterscheiden, die neben ihren Gemeinsamkeiten auch einige ganz unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
Lavendel fein – Lavandula angustifolia
Der echte Lavendel ist das wichtigste und beliebteste Öl in der Aromatherapie und Aromapflege. Es besitzt ein sehr breites Wirkungsspektrum und enthält eine Vielzahl verschiedenster Inhaltsstoffe – über 200 wurden bereits erforscht. Es ist eines der wenigen Öle, die pur auf die Haut aufgetragen werden können und wirkt unter anderem antibakteriell, antiviral, entzündungshemmend , fiebersenkend, zellregenerierend, krampflösend, ausgleichend und beruhigend. Wichtig dabei ist es, immer ein frisches Öl zu verwenden. Es ist für Jung und Alt gleichermaßen geeignet und findet in zahlreichen Anwendungsbereichen Verwendung.
Lavandin super – Lavandula burnati Briquet
Lavandin ist eine Kreuzung zwischen echtem Lavendel und Speiklavendel. Das Öl wirkt aufmunternd und aktivierend. Der Duft ist etwas schärfer und klarer als der des echten Lavendels. Es ist ebenfalls vielseitig einsetzbar, jedoch sollte es nicht bei Babys verwendet werden, sondern erst ab etwa 4 Jahren. Es eignet sich gut zur Wunddesinfektion, Wundheilung und wirkt schmerzlindernd. Es hilft auch bei Erkältungen und sorgt beim Lernen für einen klaren Kopf.
Speiklavendel – Lavandula latifolia
Dieses ätherische Öl wirkt stark gegen Bakterien, Viren und Pilze. Es hat eine anregende, belebende und konzentrationsfördernde Wirkung. Je nach Herkunftsland kann das Speiklavendelöl einen Gehalt von bis zu 50% Kampfer aufweisen, weshalb es für Kinder und Schwangere nicht empfohlen wird. Es sollte nur von erfahrenen Therapeuten verwendet werden.
Schopflavendel – Lavandula stoechas
Durch den hohen Monoterpenketongehalt (bis zu 80%) wirkt das Öl stark schleimlösend und zellerneuernd. Doch auch dieses Öl ist mit Vorsicht zu verwenden. Wie alle Öle mit einem hohen Monoterpenketongehalt ist es nicht für Kinder und Schwangere geeignet. Es sollte wiederum nur von erfahrenen Therapeuten verwendet werden.
Jedes dieser Öle hat seine Vor- und Nachteile! Achtet beim Kauf immer auf die genaue botanische Bezeichnung und gegebenenfalls auf das jeweilige Herkunftsland, um sicherzustellen, dass ihr das passende Öl für eure Anwendung verwendet.
Wenn ihr mehr über ätherische Öle und ihre Anwendung erfahren möchtet, freue ich mich darauf, euch in meinen Kursen begrüßen zu dürfen.

Juli 2023
Ätherische Öle & Hydrolate
für die Kleinsten


Es liegt mir am Herzen, euch in diesem Beitrag den verantwortungsvollen Umgang mit ätherischen Ölen näherzubringen! Ich sehe so einiges in der Apotheke, und es passiert nicht selten, dass ich mir denke: "Oh mein Gott, wo ist der Hausverstand von manchen Leuten geblieben?!" Egal ob es um Dosierung, Anwendung oder (un)geeignete Öle geht, es handelt sich um starkwirksame "Substanzen", die nicht unterschätzt werden sollten. Vielleicht ist es manchen Menschen auch nicht so wirklich bewusst: "Es ist ja e natürlich - was soll da schon passieren?!"
Fakt ist: Ja, man kann ätherische Öle oder noch besser Hydrolate für die Kleinsten verwenden. Vorausgesetzt, man wählt die richtige Dosierung, das passende Öl/Hydrolat und stets die beste Qualität (100% naturrein, BIO)! Kinder haben eine sehr zarte Haut, daher bewirken sanfte Pflanzenwässer schon wahre Wunder. Kinder sind auch keine kleinen Erwachsenen! Es erfordert äußerste Achtsamkeit und eine individuelle Anpassung an ihre speziellen Bedürfnisse. Alter, Statur und die Anwendungsart spielen bei der Dosierung eine entscheidende Rolle. Besteht eine Allergie (z.B. gegen Korbblütler) oder leidet das Kind an Asthma? Einige ätherische Öle sollten aufgrund ihrer Inhaltsstoffe nicht verwendet werden. Es gibt sehr viele Dinge, auf die man bei der Auswahl achten sollte. Deshalb empfehle ich euch, für einen sicheren Umgang Kurse und Seminare zu besuchen sowie diverse Bücher zu kaufen. Wenn ihr immer noch unsicher seid, dann lasst es lieber sein oder verwendet eine noch niedrigere Dosierung als angegeben! Holt euch Rat von einem Experten oder einer Expertin. So steht euch nichts mehr im Weg, das volle Potenzial der Natur zu nutzen und eure Kinder auf positive und auf sichere Art und Weise zu unterstützen.
Um euch dabei ein wenig unter die Arme zu greifen, habe ich für euch eine Tabelle zusammengestellt. (Wie bereits erwähnt, hängt die Dosierung von vielen individuellen Faktoren ab und sollte stets mitberücksichtigt werden)
- Bei Babys bis zu einem halben Jahr sollten ätherische Öle nur äußerst sparsam oder gar nicht angewendet werden - in diesem Fall eignen sich Hydrolate am besten!
- 6 Monate – 1 Jahr 0,1% - 0,25%
- 1-3 Jahre 0,25% - 0,5%
- 3-6 Jahre 0,5% - 1 %
- ab 6 Jahre 1%
Ein Allround-Öl ist beispielsweise das Lavendelöl (Lavendel fein). Es ist äußerst vielseitig einsetzbar und sollte in keiner Hausapotheke fehlen!
Vorab möchte ich euch noch mitteilen, dass am Dienstag, den 22.08.23, ein Kinder-Aromakurs (voraussichtlich 17:00 - ca. 19:30 Uhr) stattfinden wird. Nähere Infos folgen noch. Ich freue mich natürlich jetzt schon über eure Anmeldungen.

Juni 2023
Tipps für das richtige
Sammeln von Kräutern

Aktuell sprießt und wächst alles - es ist die perfekte Zeit, um Wildkräuter zu sammeln. Dabei solltest du jedoch einige Sammelregeln beachten und nicht wahllos Kräuter ausreißen. Hier sind die wichtigsten Grundregeln für dich zusammengefasst:
- Sammle nur Pflanzen, die du zu 100% bestimmen kannst. Wenn du unsicher bist, lasse die Pflanze lieber stehen.
- Meide frisch gedüngte oder gespritzte Wiesen. Auch typische Gassi Wege sind kein geeigneter Ort, um Kräuter zu sammeln.
- Suche dir einen Platz, von dem du weißt, dass er nicht vorbelastet ist (z.B. durch stark befahrene Straßen oder Kläranlagen). Oft eignet sich der eigene Garten am besten.
- Betrete beim Sammeln keine privaten Grundstücke. Wenn du dort sammeln möchtest, frage vorher den Grundeigentümer um Erlaubnis.
- Sammle nur das, was du tatsächlich benötigst. Überlege dir im Voraus, wofür du die Pflanze verwenden oder verarbeiten möchtest.
- Als Grundregel gilt: Ernte maximal 1/3 der Pflanzen, lasse immer mindestens 2/3 stehen, um die Artenvielfalt der heimischen Kräuter zu erhalten. Bedenke immer, dass alle Pflanzen allen Lebewesen gehören. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle für viele Tiere und Insekten.
- Sammle nur gesund aussehende und saubere Pflanzen.
- Das Sammeln in Naturschutzgebieten ist strengstens verboten! Pflanzen, die unter Naturschutz stehen, dürfen ebenfalls nicht gepflückt werden! Achte darauf, dass es regionale Unterschiede geben kann. Informiere dich daher immer im Voraus genau.
- Der beste Zeitpunkt zum Sammeln ist am späten Vormittag, wenn der Morgentau getrocknet ist. Für die Verwendung in der frischen Kräuterküche kannst du auch an regnerischen Tagen sammeln, aber wenn du etwas konservieren oder haltbar machen möchtest, sollten mindestens 2-3 regenfreie Tage vergangen sein.
- Verwende zum Sammeln am besten einen Korb oder ein Papier-/ Stoffsackerl. Pflücke die Pflanzen am besten mit der Hand. Wo dies nicht möglich ist, um das Wurzelsystem nicht zu beschädigen, verwende ein Keramikmesser oder Kupferwerkzeug.
Das Allerwichtigste beim Sammeln: Nimm dir Zeit dafür, habe Spaß und Freude beim Entdecken. Gehe mit offenen Augen durch die Welt, denn oft genügt es, genau hinzusehen, um die Schönheit und die Kraft der Natur zu erkennen.
Was mir persönlich sehr wichtig ist: Ich bedanke mich immer für die Schätze, die ich entdecken und sammeln durfte. Es ist wichtig, nicht nur zu nehmen, sondern auch der Natur etwas zurückzugeben. Wir haben nur eine Mutter Erde, und wir sollten sie schützen und mit Respekt behandeln.
In diesem Sinn, wünsche ich euch eine schöne Zeit in der Natur.
Mai 2023
Was genau sind Hydrolate?
Bei der Gewinnung ätherischer Öle durch Wasserdampfdestillation, wird als Nebenprodukt auch ein sogenanntes Hydrolat gewonnen. In diesem heilkräftigem Pflanzenwasser finden wir die wasserlöslichen Inhaltstoffe einer Pflanze, während die ätherischen Öle die fettlöslichen Komponenten enthalten. Im Hydrolat verbleibt nur ein ganz kleiner Rest an ätherischen Öl. Früher waren diese besonderen Wässer leider ein "Abfallprodukt" und wurden nicht verwendet. In der Regel ist die Wirkung des jeweiligen Hydrolats, ähnlich der Wirkung vom selben ätherischen Öl. Diese haben ein sehr breitgefächertes Anwendungsgebiet. Hydrolate finden ihren Platz in vielen Hautpflege- und Kosmetikprodukten, aber auch bei der Wundbehandlung können sie sehr nützlich sein. Sie sind gut hautverträglich und haben meist auch eine entzündungshemmende Wirkung. Da die Hydrolate die milde/sanfte Form von ätherischen Ölen sind, kann man diese ohne Probleme, zum Beispiel in der Schwangerschaft, für die empfindliche Babyhaut oder auch in der Altenpflege super anwenden.


Wichtig ist es bei Kauf von Hydrolaten zu wissen, dass viele Firmen zur Verlängerung der Haltbarkeit, Äthanol beimengen. Diese können unsere Haut und Schleimhaut stark reizen und austrocknen.
Daher achte immer darauf:
- ohne Alkoholzusatz
- kaufe in BIO Qualität
- 100% naturrein
- nur in dunklen Flaschen
- idealerweise mit Sprühaufsatz (wegen der Haltbarkeit)
- Lagerung bei kühler gleichmäßiger Temperatur
Allergiker sollten darauf achten welche Hydrolate verwendet werden. Zum Beispiel allergische Reaktionen gegen Korbblütler.
In meiner Praxis ist ein großes Sortiment an verschiedensten hochwertigen Hydrolaten erhältlich
die aus regionaler Produktion stammen.

01.04.2023
Start in den neuen Lebensabschnitt Unternehmer
Von klein auf haben mich Pflanzen, Tiere und im Allgemeinen unsere Natur und Umwelt sehr begeistert. Sie gibt uns alles, was wir brauchen. Durch meine Ausbildung als PKA in der Apotheke konnte ich viel Wissen erwerben, doch mein Interesse war lange Zeit nicht gestillt. Deshalb habe ich viele Seminare und Kurse besucht, um mich weiterzubilden. Als ich begann, im privaten Bereich mit den Wirk- und Inhaltsstoffen vieler Pflanzen und Öle zu arbeiten, fand ich meine Liebe zu dieser Tätigkeit.

Letztendlich war es nur eine Frage der Zeit, bis ich beschloss, mein Wissen und meinen Wunsch, anderen Gutes zu tun, durch die einzigartigen Kräfte zu teilen, die Pflanzen in sich tragen.
